Neue Maßnahme

Urwälder „einrichten“

Weltweit werden Urwälder - also nicht forstwirtschaftlich genutzte Waldflächen - weiter vernichtet, was richtigerweise auch uns hier in Rheinland-Pfalz empört.

Dennoch bleibt festzustellen, dass in der Vergangenheit auch hier die Urwälder zerstört wurden, und es derzeit nur sehr wenige forstwirtschaftlich nicht genutzte Flächen gibt. Dies kann nicht ohne weiteres rückgängig gemacht werden, lt. der aktuellen Debatte sind aber Urwälder ein wichtiger Rückzugsort für Pflanzen und Tiere.

Um einen ersten Schritt zu tun, sollten gezielt größere zusammenhängende Waldflächen im Staats oder Landesbesitz sich selbst überlassen werden: Holzeinschlag muss eingestellt werden, Totholz muss liegen bleiben, und ggf. Können hier gezielt fehlende Bäume /Baumarten nachgepflanzt werden. WIndkrafträder oder Straßen/Wege dürfen hier natürlich auch nicht neu angelegt werden und müssen ggf. zurückgebaut werden. Werden diese Flächen dann auch für die nächsten 100+ Jahre sich selbst überlassen haben wir die Chance, auch „bei uns daheim“ wieder Urwälder zu schaffen.

Kommentare

Immer noch fallen auch deutsche Urwaldreste einem falsch geleiteten Energiewendehype und Lobbyinteressen zum Opfer, siehe die Probleme in Hessen mit der Neuansiedlung von WEA im und rund um den Rheinhardswald.
Umso wichtiger ist es, dagegen zu steuern.

Es reicht sicherlich nicht, immer nur nach Südamerika zu verweisen, wenn es um ökologisch wichtige Wälder geht. So unverzichtbar diese Areale für das Weltklima natürlich sind, auch wir haben hier unsere "Hausaufgaben" zu machen. Die Fehler der Vergangenheit, schnell wachsende Nadelhölzer für frühen Ernte anzubauen, muss dringend und großflächig korrigiert werden; das dürfen keine kleinen Biotope bleiben. Buchenwälder bzw. Mischwälder sind auch nicht so anfällig für Dauertrockenheit und Käferbefall.
Freuen wir uns doch auf eine Vielzahl von Waldarten wie Buchenwälder, Mischwälder, Auenwälder, Sumpfwälder, Wälder mit (sehr) altem Baumbestand.... Wer kennt heute schon die Unterschiede wo wir fast ausschließlich einheitliche "leblose" Nadelwälder zu sehen bekommen.