Neue Maßnahme

Energetische Standards bei Gebäuden / insbesondere bei landeseigenen Gebäuden

In der aktuellen Richtlinie "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" des LBB gilt die Devise dass bei Neubauten und Sanierungen die aktuelle EnEV um 15 bis 30 % unterschritten werden soll.
Das ist zu wenig.
Zunächst handelt es sich nur um eine Soll-Regelung und keine verbindliche Aussage. Das Land muss auch im Bereich der energetischen Gebäudesanierung und bei Neubauten eine gewisse Vorbildfunktion ausüben. Es kann nicht sein, dass man verbindliche Klimaziele festlegt, die Arbeit und vor allem auch die finanzielle Last für die Umsetzung auf andere schiebt.
Gerade im Bereich des Neubaus und der Sanierung werden jetzt Grundlagen für die nächsten 30 Jahre gelegt. Wenn man im Gebäudebereich die Klimaneutralität bis 2050 erreichen will, muss schon jetzt nach dem bestmöglichen energetischem Standard gebaut werden. Das Ziel ist Passivhaus-Standard schon heute, auch wenn es jetzt etwas teurer sein sollte.
Hierzu gibt es ein interessantes Impulspapier "Nachhaltig Wohnraum schaffen: Energetische Standards und Klimaanpassung in Neubau und Bestand konsequent umsetzen" des Arbeitskreises Nationaler Klimaschutz.
Das Fazit dieses Papiers lautet:
Das Ziel einer weitgehenden Klimaneutralität des Gebäudebestandes kann nur erreicht werden, wenn energetische Anforderungen nicht reduziert werden. Stattdessen müssen energetische Anforderungen für den Neubau ambitionierter und die Anstrengungen bei der energetischen Sanierung von Bestandgebäuden deutlich forciert werden. Das teilweise geforderte Absenken von energetischen Standards aufgrund des hohen Baudrucks hätte fatale Folgen. Hier würden Chancen für Jahrzehnte verpasst.