Neue Maßnahme

Klimahandgeld für ehrenamtliche Klimaschutz Paten

Klimaschutz kann auch durch ehrenamtliches Engagement vorangetrieben werden. Organisieren von Vorträgen, Einbringen von eigenem Fachwissen, Initiieren und Begleiten von Klimaschutzmaßnahmen, etc. brauchen zum Teil wenig Fachwissen und nur Engagement und Organisationstalent, oder man kann bestehendes Fachwissen auch außerhalb der beruflichen Tätigkeit in die eigene Kommune einbringen.
Um dieses ehrenamtliche Engagement zu unterstützen wird hier und da ein wenig Geld benötigt (Flyer drucken, Raummiete und Erfrischungen für Vorträge, kleinere Aktionen, Beratungskosten). Diese Kosten können unbürokratisch gedeckt werden durch ein gestaffeltes und unbürokratisches Klimahandgeld (keine Abrechnung, informelle Kontrolle durch Bürgermeister):
1. wenn der Bürgermeister bestätigt, dass sich jemand oder ein Team entsprechend engagiert, bekommen diese 500 Euro im Jahr
2. wenn der Gemeinderat oder Ortsbeirat die Ehrenamtler offiziell zu Klimapaten der Kommune ernennt, bekommen diese 1000 Euro im Jahr
3. wenn der Rat zusätzlich ein Klimaschutzleitbild beschließt, bekommen die Klimapaten 2000 Euro im Jahr

Ein Beispiel für die Wirksamkeit einer solchen unbürokratischen Unterstützung ist der 5000 Euro Zuschuss des Landkreises Kaiserslautern für Bürgerbusse. Im Kreis KL fahren 11 Bürgerbusse von knapp über 70 im ganzen Land Rheinland-Pfalz.
Wenn die Hälfte der 2000 Rheinland-Pfälzer Kommunen teilnehmen, kostet das ganze rund 2 Millionen Euro im Jahr. Dafür bekommt man in all diesen Kommunen ehrenamtliche Kümmerer, die entweder das hauptamtliche Personal unterstützen können, oder zunächst in eigener Initiative beginnen können. In Hochspeyer hat ein solches ehrenamtliches Engagement nun zu einem hauptamtlichen Quartierssanierungsmanagement geführt. Über das KliKK-Aktiv Programm wurden erfolgreich viele Klimaschutz Paten geworben. Diese sollte man nun unbürokratisch unterstützen.