Neue Maßnahme

Reduzierung von Mikroplastik auf Kunstrasenplätzen

Seit dem 20.März 2019 liegt der Europäischen Kommission ein Vorschlag der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) vor, die Verwendung von synthetischem Füllmaterial (Mikroplastik) auf Kunstrasenplätzen zu verbieten.
Das eingestreute Gummigranulat, das überwiegend aus recycelten Altreifen hergestellt wurde, enthält unteranderem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die nachweislich krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend, bzw. giftig sind. Die mikroplastischen Partikel entstehen durch Abrieb im Spiel- und Trainingsbetrieb und gelangen über Verschleppen in der Sportkleidung, insbesondere Schuhen, Regen, Schnee- und Laubbeseitigung und Entwässerungssysteme in die Umwelt. Dort werden sie durch eine Vielzahl von Organismen, darunter Fische, Vögel, Wale und Meeresreptilien aufgenommen und gelangen somit wieder in die Nahrungskette.
Als umweltfreundliche und nachhaltige Alternative bietet sich Kork, ein 100% wiederverwertbares und recyclingfähiges Material an. Dieses Granulat kann aus Korkrinden hergestellt werden. Eine noch nachhaltigere Alternative ist es aber dieses Füllmaterial aus recycelten Flaschenkorken herzustellen. Hierdurch werden Ressourcen geschützt und tonnenweise gebrauchte Weinkorken sinnvoll wiederverwertet und gelangen somit nicht in der Entsorgung. Das Land sollte hier vorhandene Sammelsysteme für gebrauchte Weinkorken unterstützen und gleichzeitig nur noch neue Kunstrasenplätze mit umweltfreundlichen Korkfüllungen fördern.

Kommentare

Ggf. wären Aschenplätze eine Überlegung wert. die sind zwar nicht so toll anzusehen und fordern evtl. ihren Tribut von Spielern, für die Umwelt sind sie aber sicherlich unproblematischer als Kunstrasen....