Vorheriger Vorschlag

Zwei-Temperatur Wärmenetze

Für Warmwasser und bestimmte Prozessanlagen ist eine hohe Vorlauftemperatur erforderlich. Diese kann aus dem Vorlauf eines Wärmenetzes bedient werden.

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Nächster Vorschlag

Freiwillige Systemdienlichkeit

Die Nutzung vieler bestehender Flexibilitäten verursacht kaum oder keine Kosten: Waschmaschine mittags oder abends anstellen, eAuto sofort mit voller Leistung vollladen oder erst irgendwann nachts (solange es morgens ausreichend voll ist), Wärmeer

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Neue Maßnahme

Power to Heat mit Überschussstrom

Das Land soll sich für Regulierung einsetzen, die die Nutzung von Stromüberschüssen zur Wärmegewinnung in eng gesetzten Grenzen ermöglicht:
- unter den selben Bedingungen, unter denen eine Erneuerbare Erzeugungsanlage abgeregelt werden kann (EinsMan), kann der Netzbetreiber alternativ ein Anregel-Signal für die ansosnte abzuregelnde Leistung an Heizstäbe in Nah- und Fernwärmenetzen bzw. bei Großverbrauchern im selben Netzabschnitt senden.
- bei diesen Verbrauchern wird in dieser Zeit und nur unter diesen Bedingungen dann in der Wärmeerzeugung 1 kWh fossiler Brennstoff durch 1 kWh ansonsten abgeregelten Überschussstrom eingespart.
- der gesparte fossile Brennstoff bleibt im Speicher und steht dem System zu anderen Zeiten zur Verfügung
- Dieser Strom müsste von Abgaben und Umlagen soweit befreit werden, dass dieser Strom billiger ist als der alternativ verbrannte fossile Brennstoff (oft Erdgas).
- wenn der Heizstab im Wärmenetz eines sog. "Must run" Kraft-Wärmekopplungs-Kraftwerkes steckt, kann zudem die Stromerzeugung dieses Kraftwerkes ausgeschaltet werden, es ist dann nichtmehr "Must run" und macht Platz für erneuerbaren Strom.

Im Effekt ist diese Methode zur Überschussverwertung doppelt so effizient wie eine Power to Gas Anlage (es wird 1 kWh Erdgas gespart und ist schon gespeichert pro 1 kWh Überschussstrom statt mit P2G 0,5 kWh synthetisches Gas erzeugt pro 1 kWh Überschussstrom während gleichzeitig nebenan noch 1 kWh fossiles Erdgas für Wärme verbrannt wird), bei einem hundertstel der Kosten.
Teure P2G Anlagen, die zudem schlecht zur Anatomie der Überschüsse passen (zunächst nur kurze Phasen mit Überschüssen für wenige hundert Stunden im Jahr), werden dann erst gebraucht, wenn der Strommarkt in einem Netzabschnitt zeitgleich und der Wärmemarkt in diesem Abschnitt zeitnah (wegen thermischer Speicherung) gesättigt ist. Bis das gelingt haben wir so viele eAutos im Markt, die mit Ladesteuerung flexibel reagieren können, dass der Bedarf für dedizierte Speicherinvestitionen noch weiter hinausgeschoben werden kann (bei zudem höherer effektiver "Speicher"-Effizienz!)